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Verkleidungselemente

Die Reduzierung des Luftwiderstandes durch die reduzierte Querschnittsfläche eines liegenden Fahrers kann nochmals verbessert werden, wenn man Verkleidungselemente vorsieht, welche die anströmenden Luft um den Fahrer und die verschiedenen Motorradteile herumleiten und somit die Bildung von Wirbeln reduzieren. Dabei hilft sowohl eine Verkleidung vor dem Fahrer, welche die anströmende Luft möglichst verlustarm „aufspaltet“, als auch eine Verkleidung hinter dem Fahrer, die dafür sorgt, dass die getrennten Luftströme möglichst problemlos wieder zueinander finden und ein möglichst geringer Unterdruck hinter dem Fahrer entsteht. Darüber hinaus erhöhen Verkleidungselemente den Komfort, da neben der Luft auch allgemeine Wettereinflüsse um den Fahrer herum geleitet werden.

 

Bei den gezeigten Hochleistungsfahrzeugen sorgt eine Vollverkleidung auf dem gesamten Weg der Strömung um das Fahrzeug dafür, dass der cW-Wert so gering wie möglich ausfällt. Diese Fahrzeuge werden jedoch unter Idealbedingungen bewegt. In der Realität ist eine Vollverkleidung für Zweiradfahrzeuge nur unter bestimmten Voraussetzungen tauglich. Dies liegt zum einen an ihrem Gewicht und ihrer weiteren Einschränkung der Beweglichkeit, zum anderen an ihrer großen seitliche Windangriffsfläche. Letztere beeinflusst stark das Seitenwindverhalten eines Fahrzeugs.

 

Um bei Seitenwind ein stabiles Fahrverhalten zu erreichen, müssen zahlreiche Voraussetzungen geschaffen werden. Generell kann gesagt werden, dass es günstig ist, ein Fahrzeug so auszulegen, dass es bei Seitenwind selbsttätig seine Ausrichtung und Schräglage derart nachkorrigiert, dass die gewünschte Fahrtrichtung beibehalten wird. Je weniger Reaktion dabei vom Fahrer erforderlich ist, umso besser.

 

Die Beweglichkeit des Fahrers soll durch Verkleidungselemente so wenig wie möglich eingeschränkt werden. Insbesondere darf das Absetzen der Füße von den Fußstützen auf den Boden nicht behindert werden, um eine schnelle Reaktion in Überraschungssituationen zu ermöglichen.

 

Weiterhin spielt das Gewicht der Verkleidungselemente eine Rolle. Nicht nur erhöht das zusätzliche Gewicht von Verkleidungen den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch, es beeinträchtigt auch die Fahrdynamik. Zum einen durch eine Verschlechterung der Beschleunigungs- und Verzögerungswerte, zum anderen durch eine zusätzliche Trägheit bei Richtungswechseln. Aus diesem Grund ist bei Verkleidungen besonders auf Leichtbau zu achten.

 

Das akustische Verhalten respektive Schwingungsverhalten großflächiger Verkleidungselemente ist ebenfalls zu beachten. Durch eine geeignete Wahl der Befestigungspunkte, Auslegung der Verkleidungselastizität und ggf. Dämpfungselemente kann verhindert werden, dass es - insbesondere im Bereich von Eigenfrequenzen - zu einer akustischen Beeinträchtigung kommt.

 

Für den Motor bedeuten großflächige Verkleidungen insbesondere eine schlechtere Wärmeabfuhr und eine schlechtere Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten. Es ist daher sowohl auf Öffnungen für eine ausreichende  Kühlluftzu- und -abfuhr als auch auf Öffnungen bzw. Wartungsklappen insbesondere für regelmäßige Wartungsarbeiten zu achten (Motorölstand prüfen und nachfüllen, Bremsflüssigkeitsstand-Kontrolle, Zündkerzen prüfen, Kette schmieren, Sicherungen wechseln etc.).

Gezielte Lenkung der Strömung um den Fahrer, Ansicht von oben

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